Verfahren

Wie funktioniert die Vergabe?

Zielgruppe: Wer ist empfangsberechtigt?

Im Sinne der Bildungsscheckförderung werden Bildungsschecks an Unternehmen (Betrieblicher Zugang) oder einzelne Beschäftigte (Individueller Zugang) ausgegeben, deren Standort bzw. Arbeitsstätte in NRW liegt. Der Bildungsscheck kann auch für Bildungsurlaub verwendet werden, wenn sichergestellt ist, dass damit nicht die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung finanziert werden. Beschäftigte dürfen im laufenden und im vorangegangenen Jahr an keiner beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben.

Der Bildungsscheck übernimmt bis zu 50% der Kurskosten, höchstens 500,- EUR pro Bildungsscheck und wird in NRW einfach und unkompliziert ausgestellt:  Wenn Sie eine vertiefte Beratung wünschen, dann können Sie eine für Sie kostenlose „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ im Umfang von bis zu neun Stunden in Anspruch nehmen. Der Scheck kann dann im Sprachcaffe Düsseldorf zur Verrechnung eines Sprachkurses eingereicht werden.

Zielgruppen und Vorraussetzungen des Bildungsschecks:

  • Zugewanderte bzw. Menschen mit Migrationshintergrund
    (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert)
  • Beschäftigte (auch in Elternzeit) und Berufsrückkehrende
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
  • Un- oder Angelernte oder länger als vier Jahre nicht im Ausbildungsberuf tätig
  • Ältere ab 50 Jahren
  • atypisch Beschäftigte (befristet Beschäftigte, Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer, geringfügig Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte bis 20 Stunden/Woche)
  • Im individuellen Zugang können Beschäftigte aus Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von max. 30.000 Euro (max. 60.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung).
  • Im Zeitraum von zwei Kalenderjahren kann ein Bildungsscheck ausgegeben werden
  • Im betrieblichen Zugang können kleinere und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten im Zeitraum von zwei Kalenderjahren bis zu zehn Bildungsschecks in Anspruch nehmen.
  • Das Unternehmen darf nicht dem öffentlichen Dienst angehören
Neben dem Förderprogramm des Landes mittels Bildungsschecks existiert auch das Förderprogramm des Bundes die Bildungsprämie. Eine Bildungsprämie des Bundes erhalten Beschäftigte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 20.000 EUR (und bei gemeinsam Veranlagten 40.000 EUR) mit einem maximalen Zuschuss von 500 EUR.


Zu den empfangsberechtigten Unternehmen zählen:

  • Im individuellen Zugang: Empfangsberechtigt sind grundsätzlich alle Beschäftigten in Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.
  • Ausgenommen sind jedoch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Im Unternehmenszugang: Unternehmen und Organisationen mit weniger als 250 Beschäftigten können im Zeitraum von zwei Kalenderjahren bis zu 10 Bildungsschecks in Anspruch nehmen.

Vom Empfang des Bildungsschecks ausgenommen sind (das gilt auch für eine Nebentätigkeit):

  • Selbständige, mitarbeitende und angestellte Betriebsinhaber / Eigentümer
  • Personen, die Leistungen nach dem SGB III erhalten (sogen. ALG I-Empfänger/-innen),
  • Beschäftigte öffentlicher Arbeitgeber, "öffentlicher Dienst"; (nicht als Unternehmen des öffentlichen Dienstes im Sinne der Bildungsscheckförderung gelten Kirchen, die gemäß Art. 140 GG i. V. m. 137 Weimarer Reichsverfassung Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, z. B. alle großen christlichen Religionsgemeinschaften),
  • Studierende, Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, Volontärinnen und Volontäre ohne sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis,
  • Bundesfreiwilligendienstleistende sowie Teilnehmende am Freiwilligen oder Ökologischen Sozialen Jahr,
  • Berufsrückkehrende in der Zuständigkeit der Bundesagentur für Arbeit

Bereiche der beruflichen Weiterbildungsförderung

Was wird gefördert?

Gefördert werden Weiterbildungen, die der beruflichen Qualifizierung dienen und fachliche Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen vermitteln. Das sind beispielsweise: (berufs-) abschlussbezogene Angebote, Sprachkurse, EDV-Schulungen sowie Lern- und Arbeitstechniken.

  • allgemeinen und speziellen Sprachkenntnisse (z. B. Business English, Prüfungsvorbereitungskurse für LCCI-Zertifikate, Deutsch für Ausländer, Chinesisch für Geschäftsleute etc.)
  • der EDV-Kenntnisse
  • der Lern- und Arbeitstechniken
  • der Schlüsselqualifikationen
  • der Medienbildung
  • Vorbereitung auf eine Externenprüfung
  • Weiterbildungsangebote in Form von Fernunterricht, E-Learning und Blended Learning, sofern diese den Anforderungen nach dem Fernunterrichtsschutzgesetzt genügen.

Nicht gefördert werden:

  • Kurse mit einem Kursentgelt von weniger als 500,- €,
  • Kurse zur beruflichen Weiterbildung oder zum Erwerb eines Sachkundenachweises, für die der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher Regelungen oder untergesetzlicher Normen Sorge zu tragen hat und deren Kosten vom Arbeitgeber zu übernehmen sind (z. B. beim Sicherheitsingenieur und beim Beauftragten für Immissionsschutz),
  • Weiterbildungsangebote zum Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, die sich nicht auf den aktuellen oder zukünftigen beruflichen bzw. betrieblichen Kontext der beratenen Person beziehen,
  • Angebote, die der Erholung oder Gesundheitsprävention, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen,
  • Trainings, die dem Verkauf spezifischer Produkte dienen oder exklusiv durch den Hersteller durchgeführt werden (Produkt- / Herstellerschulungen),
  • Wenn Selbstständige bei dem Weiterbildungsanbieter, für den sie tätig sind, Kurse belegenindividuell für den Betrieb angepasste Fortbildungen, die nicht zu Festpreisen am Markt angeboten werden und deren Angebot der Allgemeinheit nicht öffentlich zugänglich ist,
  • Fernlehrgänge zur beruflichen Weiterbildung, wenn sie nicht von derZentralstelle für Fernunterricht zugelassen sind und eine ZfU-Nummer haben,
  • den Erwerb- und die Erweiterung von Fahrerlaubnissen und Fahrausweisen jedweder Art (bspw. Fahrausweise für Flurförderzeuge, Erdbaumaschinen, Krane),
  • esoterische Weiterbildungsangebote (Reiki, Geistheiler usw.),
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf einen akademischen Abschluss zielen,
  • Kurse, die Beschäftigte bei ihrem Beschäftigungsunternehmen belegen,
  • Weiterbildungen von Beschäftigten, die dem Grunde nach einen Anspruch auf staatliche Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahmen haben, wie z. B. nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG/ Meister BAföG) oder von denen vorrangig die Bildungsprämie des Bundes zu nutzen ist,
  • Weiterbildungen, deren Kosten (Teilnahme- / Prüfungskosten) teilnehmerbezogen durch die öffentliche Hand kofinanziert werden,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die nach § 81 ff. SGB IIIbereits gefördert werden,
  • Weiterbildungen, die von Bundes- oder Landesbehörden durchgeführt werden,
  • Weiterbildungen in Form von Einzelunterricht,
  • Weiterbildungsveranstaltungen mit einem Umfang von bis zu sechs Unterrichtsstunden,
  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Kongresse, Messen, Vortragsreihen und
  • Prüfungsgebühren ohne eine damit verbundene Kursteilnahme ebenso wie Wiederholungsprüfungen

Allgemeine Informationen erhalten Sie telefonisch unter Info-Telefon berufliche Weiterbildung Nordrheinwestfalen direkt +49(0)211. 837 19 29 Montag bis Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.sprachcaffe-duesseldorf.de